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Angedacht

Liebe Gemeindeglieder!

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich liebe Kreisel. Sie wissen schon: Die kleinen Dinger, die auf der Spitze stehen können, wenn sie ordentlich Schwung haben und sich schnell genug drehen. Die Exemplare auf dem Foto begeistern mich besonders. Sie werden am kleinen Stiel gedreht – und bei der richtigen Geschwindigkeit drehen sie sich um. Wie ein kleiner Pilz, der auf seinem Stängel das Hütchen trägt, sehen sie dann aus.

Für mich sind Kreisel auch ein Symbol: Eigentlich müsste ich umfallen. Aber mit der richtigen Energie bleibe ich im Gleichgewicht – oder kann sogar wie diese Wendekreisel einen Handstand machen. Ein Traumbild, ein Sehnsuchtsbild, ein Symbol für den Glauben. In dieser Zeit des Virus Corona haben viele besonders intensiv erlebt, wie leicht man aus der Bahn geworfen werden kann. Es ist anstrengend, das Gleichgewicht zu behalten. Begleitung von Kranken, Betreuung älterer Angehöriger, vertraute Gemeinschaft im Gottesdienst, bei Veranstaltungen, in der Nachbarschaft und im Freundeskreis. Mit einem Mal galt nicht mehr Vertrautheit und Gewohnheit, sondern Vorsicht und Suche nach neuen Wegen bestimmten den Alltag, mit Abstand und Maske. Die Betreuung der Kinder, das Arbeitsleben, die Sorge um das Einkommen und für manche eine besondere Belastung am Arbeits- platz – manchmal war die Herausforderung riesig. Oder ist es noch. Ich weiß ja nicht, was gerade gilt, wenn Sie diese Zeilen lesen.

Unser Glaube löst das Corona-Problem nicht medizinisch. Unsere innere Kraft aber kann er stärken, in der seelischen Herausforderung nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Wie der Kreisel von außen angetrieben wird, um den Naturgesetzen von Schwerkraft und Trägheit etwas entgegen zu setzen, so ist mir Gott die Kraft von außen für meine Seele. Er gibt mir Energie und Schwung – immer wieder, immer neu und immer so, dass ich wieder Halt spüre und manchmal sogar Kopf stehe.

Diese Energie Gottes wünsche ich uns allen, gerade in dieser Zeit!

Mit herzlichen Grüßen für den Sommer
Ihr Uwe Stintmann, Pfr.

 

 

Gottesdienste in der Ev. Kirchengemeinde Gohfeld

Nach der Pause der Gottesdienste finden diese bis zu den Ferien immer um 10 Uhr statt. Abendmahlsfeiern entfallen vorerst. Bei Taufanfragen wenden Sie sich bitte an die Pfarrer oder die Gemeindebüros.

Niemand kann momentan weitere Entwicklungen voraussagen. Über die Homepage der Gemeinde, die Schaukästen und die Tagespresse versuchen wir Sie bei Veränderungen kurzfristig zu informieren.

Folgende Regeln sind hierbei unbedingt zu beachten: Vor und in der Kirche gilt das Abstandsgebot. Besonders beim Betreten und Verlassen der Kirche ist darauf zu achten. In der Kirche sind Sitzplätze markiert. Die Zahl der Teilnehmenden ist daher begrenzt. (Simeonkirche 50 Personen, Matthäuskirche 80 Personen, Lukaskirche 44 Personen). Während des Gottesdienstes, auf den eingenommenen Plätzen (aber nur dort) kann der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden. Das Tragen der Schutzmasken ist jedoch beim Eintreten und Verlassen der Kirche nach wie vor notwendig. Gemeindegesang ist ausgeschlossen. Wir müssen Anwesenheitslisten führen, damit das Gesundheitsamt reagieren kann, wenn trotz aller Vorsicht etwas passiert. Die Listen werden sicher aufbewahrt, der Datenschutz ist gewährleistet. Nach vier Wochen werden die Listen vernichtet. Im Eingangsbereich der Kirche besteht die Gelegenheit, die Hände zu desinfizieren. Die Gottesdienste werden besonders wegen des Mund-Nase-Schutzes kürzer als sonst sein. Erkrankten und gefährdeten Personen wird empfohlen, weiter Angebote in Radio, Fernsehen oder Internet zu nutzen.

Das Presbyterium der Kirchengemeinde Gohfeld